Ratgeber

MPU wegen Cannabis: Grenzwerte, Ablauf und Vorbereitung

Auch nach der Teil-Legalisierung bleibt Cannabis im Straßenverkehr ein sensibles Thema. Wer die Grenzwerte überschreitet oder wiederholt auffällt, muss weiterhin mit einer MPU rechnen. Hier die aktuelle Lage und wie du dich richtig vorbereitest.

Wann wird die MPU wegen Cannabis angeordnet?

Relevant sind vor allem das Fahren über dem geltenden THC-Grenzwert, wiederholte Verstöße, Mischkonsum mit Alkohol oder Anzeichen für regelmäßigen Konsum, der das Fahren beeinträchtigt. Die Fahrerlaubnisbehörde prüft, ob du zuverlässig zwischen Konsum und Fahren trennen kannst – das sogenannte Trennvermögen.

Abstinenz oder Trennvermögen – was wird verlangt?

Je nach Fall wird entweder ein Abstinenznachweis (kein Konsum über einen definierten Zeitraum) oder der Nachweis eines stabilen Trennvermögens gefordert. Bei regelmäßigem oder problematischem Konsum ist meist Abstinenz nötig; bei gelegentlichem Konsum kann der glaubhafte Nachweis reichen, dass du Konsum und Fahren strikt trennst. Was für dich gilt, klären wir im Vorgespräch.

So bereitest du dich vor

Wichtig ist eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten: Wie kam es dazu, was hat sich geändert, wie stellst du sicher, dass du künftig sauber fährst? Wer nachvollziehbar erklären kann, wie und warum sich sein Verhalten geändert hat und das bei Bedarf mit Abstinenznachweisen belegt, hat sehr gute Chancen.

Zuletzt aktualisiert: 2026-08-24. Dieser Beitrag ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.

Häufige Fragen

Ja. Die Legalisierung ändert nichts daran, dass Fahren unter THC-Einfluss über dem Grenzwert oder wiederholte Verstöße eine MPU auslösen können.

Bei gelegentlichem Konsum manchmal ja, bei regelmäßigem Konsum in der Regel nicht. Das hängt vom Einzelfall ab.

Je nach Fall einige Wochen bis Monate – vor allem, wenn ein Abstinenznachweis gefordert ist.

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