Ratgeber

Das MPU-Gespräch: Ablauf, typische Fragen und wie du dich vorbereitest

Der psychologische Teil ist für die meisten das Herzstück der MPU – und der Teil, vor dem die größte Unsicherheit besteht. Hier erklären wir, wie das Gespräch abläuft, welche Fragen typisch sind und worauf die Gutachterin oder der Gutachter tatsächlich achtet.

Wie läuft das Gespräch konkret ab?

Das Explorationsgespräch dauert meist 30 bis 60 Minuten und findet einzeln mit einer Verkehrspsychologin oder einem Verkehrspsychologen statt. Zunächst geht es um deine Vorgeschichte: Wie kam es zu dem Vorfall? Wie war dein Konsumverhalten davor? Anschließend liegt der Fokus auf der Veränderung – was du konkret geändert hast und warum das stabil ist. Es ist kein Verhör, sondern ein strukturiertes Fachgespräch. Ehrlichkeit und Nachvollziehbarkeit zählen mehr als auswendig gelernte Sätze.

Welche Fragen kommen typischerweise?

Häufige Fragen sind: Wie viel und wie oft hast du konsumiert? Was war der Auslöser? Wie hast du dein Verhalten seither verändert? Wie gehst du heute mit Rückfall-Situationen um, etwa bei Feiern oder Stress? Wer oder was hilft dir dabei? Die Gutachter prüfen, ob du den Zusammenhang zwischen deinem früheren Verhalten und dem Vorfall wirklich verstanden hast – und ob deine Änderung glaubwürdig und dauerhaft ist.

Worauf wird bei den Antworten geachtet?

Bewertet wird nicht, ob du die richtigen Fachbegriffe nutzt, sondern ob deine Schilderung schlüssig, selbstkritisch und konkret ist. Pauschale Aussagen im Stil von ich trinke einfach nicht mehr reichen nicht – gefragt sind nachvollziehbare Gründe, konkrete Strategien und eine ehrliche Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Wer seine Änderung nur behauptet, aber nicht plausibel begründen kann, fällt durch.

Zuletzt aktualisiert: 2026-08-24. Dieser Beitrag ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.

Häufige Fragen

In der Regel 30 bis 60 Minuten, je nach Fall und Nachfragen.

Ja. Nervosität ist völlig normal und wird nicht negativ bewertet. Wichtig ist, dass deine Schilderung ehrlich und nachvollziehbar ist.

Nein. Auswendig gelernte Floskeln fallen auf und wirken unglaubwürdig. Besser ist eine echte, gut vorbereitete Auseinandersetzung mit deiner eigenen Geschichte.

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